Allgemeine Geschäfts- und Lieferbedingungen

I. Geltungsbereich
1. Diese allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingungen der Eder & Heylands Brauerei GmbH & Co. KG, nachstehend  B r a u e r e i  genannt, gelten ausschließlich. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende allgemeine Geschäftsbedingungen der Kunden werden, selbst bei Kenntnis der Brauerei, auch wenn die Brauerei nicht ausdrücklich widerspricht, n i c h t  Vertragsbestandteil, es sei denn, die Brauerei stimmt ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu.

2. Verbraucher im Sinne dieser Geschäftsbedingungen ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
Unternehmer im Sinne dieser Geschäftsbedingungen ist eine natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
Kunden im Sinne dieser Geschäftsbedingungen sind sowohl Verbraucher wie auch Unternehmer.

3. Diese allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingungen gelten im Verhältnis zu Unternehmern auch für alle künftigen Geschäfte, selbst wenn deren Geltung nicht nochmals explizit vereinbart wird.

II. Angebot, Vertragsschluss
1. Die Bestellung des Kunden ist als Angebot zu qualifizieren. An das Angebot ist der Kunde 14 Kalendertage nach Absendung gebunden. Die Brauerei ist berechtigt, das Angebot innerhalb dieser Frist anzunehmen. Maßgeblich für die Einhaltung der Frist ist der Zeitpunkt, zu dem die Annahme der Brauerei dem Kunden zugeht. Die Annahme kann entweder in Textform oder durch Auslieferung der Ware erklärt werden. Die Brauerei behält sich vor, dem Kunden innerhalb dieser Frist mitzuteilen, dass seine Bestellung abgelehnt wird.?

2. Kommt ein Vertrag unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln zustande (Fernabsatzvertrag), hat der Verbraucher das Recht, den Vertrag binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag, an dem der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren (bzw. die letzte Teilsendung oder das letzte Stück) in Besitz genommen haben bzw. hat. Um das Widerrufsrecht auszuüben, muss der Verbraucher die Eder & Heylands Brauerei GmbH & Co. KG, Aschaffenburger Straße 3–5, 63762 Großostheim, mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über seinen Entschluss, den Vertrag zu widerrufen, informieren. Der Verbraucher kann dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, wenn der Verbraucher die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufs vor Ablauf der Widerrufsfrist absendet. Wenn der Verbraucher den Vertrag widerruft, hat ihm die Brauerei alle Zahlungen, die sie von ihm erhalten hat, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass der Verbraucher eine andere Art der Lieferung als die von der Brauerei angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt hat) unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung des Verbrauchers über seinen Widerruf des Vertrages bei der Brauerei eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwendet die Brauerei dasselbe Zahlungsmittel, das der Verbraucher bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt hat, es sei denn, mit dem Verbraucher wurde aus-drücklich etwas anderes vereinbart. In keinem Fall werden dem Verbraucher wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Die Brauerei kann die Rückzahlung verweigern, bis sie die Waren wieder zurückerhalten hat oder bis der Verbraucher den Nachweis erbracht hat, dass er die Waren zurückgesandt hat, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist. Der Verbraucher hat die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen 14 Tagen ab dem Tag, an dem er die Brauerei über den Widerruf des Vertrages unterrichtet hat, an die Eder & Heylands Brauerei GmbH & Co. KG, Aschaffenburger Straße 3–5, 63762 Großostheim, zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn der Verbraucher die Ware vor Ablauf der Frist von 14 Tagen absendet. Der Verbraucher trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware. Der Verbraucher muss für einen etwaigen Wertverlust der Ware nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaft und Funktionsweise der Ware nicht notwendigen Umgang mit ihr zurückzuführen ist.

III. Preise und Zahlung

1. Preise werden den Verbrauchern auf Anfrage unter Einschluss der gesetzlichen Mehrwertsteuer mitgeteilt. Die Belieferung der Unternehmer erfolgt zu den am Tage der Belieferung gültigen Tagespreisen/Listenpreisen für die jeweilige Kundengruppe bzw. den vereinbarten Abgabepreisen zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer, bei Exportlieferungen ohne Biersteuer, ohne Mehrwertsteuer und ohne Zölle zuzüglich Gebühren und anderer öffentlicher Abgaben. Preisänderungen für künftige Geschäfte werden mit Bekanntgabe an den Unternehmer wirksam.

2. Forderungen der Brauerei sind nach Rechnungseingang bei dem Kunden sofort ohne Abzug von Skonto fällig. Der Abzug von Skonto bedarf besonderer schriftlicher Vereinbarung. Außer an die Brauerei unmittelbar können Zahlungen mit befreiender Wirkung nur an solche Brauereimitarbeiter erfolgen, die von der Brauerei schriftlich zum Inkasso bevollmächtigt sind.

3. Für die Vorankündigung von SEPA-Lastschriften (pre-notification) gilt eine verkürzte Frist von 1 Tag (24 h).

4. Bei Zahlung durch Wechsel, Scheck oder SEPA-Lastschrift ist die Zahlung erst mit der vorbehaltlosen Gutschrift auf dem Konto der Brauerei bewirkt. Wechselzahlungen werden nur akzeptiert, wenn dies vorher schriftlich vereinbart wurde. Diskont- sowie sonstige Wechselkosten und Rücklastschriftkosten gehen zu Lasten des Kunden.

5. Kommt der Verbraucher mit der Zahlung des Kaufpreises in Verzug, hat er seine Geldschuld mit 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz zu verzinsen. Ist der Kunde Unternehmer, hat er während des Verzugs seine Geldschuld mit 9 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz zu verzinsen. Der unternehmerische Kunde ist für den Fall seines Verzugs verpflichtet, pauschal 40,00 € an die Brauerei zu bezahlen. Gegenüber dem Unternehmer behält sich die Brauerei vor, einen höheren Verzugsschaden nachzuweisen und geltend zu machen, wobei die Pauschalzahlung in Höhe von 40,00 € angerechnet wird.

6. Kommt der Unternehmer mit der Bezahlung einer fälligen Forderung der Brauerei aus laufenden oder früheren Geschäften in Rückstand oder werden der Brauerei nach Vertragsschluss Umstände bekannt, welche die Kreditwürdigkeit des Unternehmers herabsetzen (z. B. Scheck- oder Wechselprotest, Rücklastschriften, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, Insolvenzantrag usw.), so ist die Brauerei berechtigt, die sofortige Zahlung aller gelieferten Waren zu fordern. Erfolgt dies nicht, hat der unternehmerische Kunde der Brauerei auf Verlangen die gelieferte Ware sofort zurückzugeben. Bei noch zu liefernder Ware kann Vorkasse verlangt oder Rücktritt vom Vertrag durch die Brauerei erklärt werden, ohne dass dem unternehmerischen Kunden Entschädigungsansprüche, gleich aus welchem Rechtsgrund, daraus erwachsen.

7. Der Unternehmer hat Saldenbestätigungen und sonstige Abrechnungen der Brauerei auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen und Einwendungen innerhalb von zwei Wochen ab Zugang der Saldenbestätigung oder Abrechnung schriftlich zu erheben, andernfalls gelten Saldenbestätigungen und Abrechnungen der Brauerei als genehmigt, wenn die Brauerei den unternehmerischen Kunden darauf und auf die Widerspruchsmöglichkeit hingewiesen hat.

8. Der Kunde hat ein Recht zur Aufrechnung nur, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder von der Brauerei anerkannt sind. Zur Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts ist der unternehmerische Kunde nur insoweit befugt, als sein Gegenanspruch aus dem gleichen Vertragsverhältnis resultiert.

9. Eine dem Kunden zugesagte Rückvergütung wird nicht vor Bezahlung der zugrunde liegenden Getränkelieferung zur Auszahlung an ihn fällig.

IV. Erfüllungsort, Lieferung und Lieferzeit

1. Für Lieferverpflichtungen der Brauerei ist ihr Sitz in Großostheim Erfüllungsort. Auf Wunsch erfolgt eine Versendung an den Kunden. Für den Fall der Versendung durch Spediteur, Frachtführer oder sonstige Dritte gehen die Frachtkosten zu Lasten des Kunden, sofern nichts anderes vereinbart ist.

2. Von der Brauerei in Aussicht gestellte Fristen und Termine für Lieferungen gelten stets nur annähernd, es sei denn, dass ausdrücklich eine feste Frist oder ein fester Termin zugesagt oder vereinbart ist. Für den Fall der Versendung durch die Brauerei im räumlichen Bereich festgelegter Auslieferungstouren ist die Lieferzeit abhängig von der Toureneinteilung. Für den Fall der Versendung durch Spediteur, Frachtführer oder sonstige Dritte beziehen sich Lieferfristen auf den Zeitpunkt der Übergabe an den Spediteur, Frachtführer oder sonstigen Dritten.

3. Die Einhaltung der Lieferverpflichtungen der Brauerei setzt die rechtzeitige und ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen des Kunden voraus. Die Einrede des nichterfüllten Vertrages bleibt der Brauerei erhalten.

4. Kommt der Kunde in Annahmeverzug oder verletzt er schuldhaft sonstige Mitwirkungspflichten, ist die Brauerei zum einen berechtigt, den ihr insoweit entstehenden Schaden einschließlich etwaiger Mehraufwendungen ersetzt zu verlangen, wobei weitergehende Ansprüche oder Rechte vorbehalten bleiben. Zum anderen geht die Gefahr eines zufälligen Untergangs oder einer zufälligen Verschlechterung der Kaufsache in dem Zeitpunkt auf den Kunden über, in dem dieser in Annahme- oder Schuldnerverzug geraten ist.

5. Für den Fall von Verzögerungen, sofern diese durch höhere Gewalt oder sonstige zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht vorhersehbare Ereignisse verursacht worden sind, welche die Brauerei nicht zu vertreten hat, kann die Brauerei, wenn sich ihre Liefer- und Leistungsverpflichtung auf selbst hergestellte Waren bezieht, zur Erfüllung ihrer Verpflichtung ersatzweise gekaufte oder im Auftrag der Brauerei hergestellte Getränke der bestellten Art und Güte liefern.

6. Die Brauerei haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen, soweit der zugrunde liegende Kaufvertrag ein Fixgeschäft im Sinne von § 286 Abs. 2 Nr. 4 BGB oder im Sinne von § 376 HGB ist. Die Brauerei haftet gleichfalls nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern als Folge eines von ihr zu vertretenden Lieferverzugs der Kunde berechtigt ist, geltend zu machen, dass sein Interesse an der weiteren Vertragserfüllung in Fortfall geraten ist.

7. Die Brauerei haftet ferner nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern der Lieferverzug auf einer von ihr zu vertretenden vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Vertragsverletzung beruht. Ein Verschulden der Vertreter oder Erfüllungsgehilfen der Brauerei ist ihr zuzurechnen. Sofern der Lieferverzug auf einer von der Brauerei zu vertretenden grob fahrlässigen Vertragsverletzung beruht, ist ihre Schadensersatzhaftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt.

8. Die Brauerei haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen, soweit der ihrerseits zu vertretende Lieferverzug auf der schuldhaften Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht beruht. In diesem Fall ist die Schadensersatzhaftung gleichfalls auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt.

9. Im Übrigen haftet die Brauerei für den Fall ihres Lieferverzugs für jede vollendete Woche Verzug mit pauschal 0,5 % des Kaufpreises, maximal jedoch mit nicht mehr als 5 % des Kaufpreises.

V. Gefahrübergang

1. Ist der Kunde Unternehmer, geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware mit der Übergabe, bei Versendung auf Wunsch des Kunden, wenn die Versendung nicht durch die Brauerei selbst erfolgt, mit der Auslieferung an den Spediteur, den Frachtführer oder die sonst zur Ausführung der Versendung bestimmte dritte Person oder Anstalt auf den Kunden über.

2. Bei Belieferung des Kunden, wenn er Verbraucher ist, geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware auch beim Versendungskauf erst mit der Übergabe der Ware auf den Kunden über.

VI. Qualität

1. Die Brauerei wird die Getränke in einwandfreier Qualität herstellen und liefern, insbesondere alle bestehenden gesetzlichen Vorschriften bei der Herstellung beachten.

2. Bier muss nach der Anlieferung frostsicher, kühl, sonnen- und lichtgeschützt gelagert und/oder befördert werden. Die beste Bierkellertemperatur liegt bei 7° bis 8° Celsius. Eine Lagerung bei Temperaturen von über 22° Celsius über einen Zeitraum von 4 Wochen hinaus führt zu Qualitätseinbußen. Bei unfiltriertem Bier ist ein eventueller Bodensatz kein Reklamationsgrund, sondern Zeichen der natürlichen Herstellung.

VII. Gewährleistung

1. Gewährleistungsansprüche des Kunden, wenn er Unternehmer ist, setzen voraus, dass dieser seinen nach § 377 HGB geschuldeten Untersuchungs- und Rügeobliegenheiten ordnungsgemäß nachgekommen ist. Flaschenbruch sowie die Beanstandung von Preisen und/oder Mengen ist gleichfalls – auch bei Anlieferung von Paletten – unverzüglich der Brauerei schriftlich mitzuteilen.

2. Soweit ein Mangel der Kaufsache vorliegt, ist der Kunde berechtigt, Nacherfüllung zu verlangen. Nacherfüllung erfolgt ausschließlich durch Lieferung einer neuen, mangelfreien Sache (Ersatzlieferung), da eine Nachbesserung kaum möglich ist, jedenfalls mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden wäre.

3. Schlägt die Nacherfüllung fehl, so ist der Kunde nach seiner Wahl berechtigt, Rücktritt oder Minderung zu verlangen.

4. Die Brauerei haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern der Kunde Schadensersatzansprüche geltend macht, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit unter Einschluss von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit der Vertreter oder Erfüllungsgehilfen der Brauerei beruhen. Soweit der Brauerei keine vorsätzliche Vertragsverletzung angelastet wird, ist die Schadensersatzhaftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt.

5. Die Brauerei haftet nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern ihrerseits schuldhaft eine wesentliche Vertragspflicht verletzt wird. Auch in diesem Fall ist die Schadensersatzhaftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt.

6. Die Haftung wegen schuldhafter Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Dies gilt auch für die zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz.

7. Im Übrigen ist eine Haftung der Brauerei ausgeschlossen.

VIII. Haftung

1. Eine weitergehende Haftung auf Schadensersatz als in Ziffer VII vorgesehen, ist – ohne Rücksicht auf die Rechtsnatur des geltend gemachten Anspruchs – ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Schadensersatzansprüche aus Verschulden bei Vertragsschluss, wegen sonstiger Pflichtverletzungen oder wegen deliktischer Ansprüche auf Ersatz von Sachschäden gemäß § 823 ff BGB.

2. Die Begrenzung nach Ziffer 1. gilt auch, soweit der Kunde anstelle eines Anspruchs auf Ersatz des Schadens, statt der Leistung Ersatz nutzloser Aufwendungen erlangt.

3. Soweit die Schadensersatzhaftung gegenüber der Brauerei ausgeschlossen oder eingeschränkt ist, gilt dies auch im Hinblick auf die persönliche Schadensersatzhaftung der Angestellten, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen der Brauerei.

IX. Eigentumsvorbehalt

1. Bei Verträgen mit Verbrauchern behält sich die Brauerei das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises vor. Bei Verträgen mit Unternehmern behält sich die Brauerei das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Zahlung aller Forderungen (einschließlich sämtlicher Forderungen aus Kontokorrent) aus der Geschäftsverbindung mit dem unternehmerischen Kunden vor.

2. Der Kunde ist verpflichtet, Ware, bezüglich der sich die Brauerei das Eigentum vorbehalten hat (Vorbehaltsware), für die Brauerei entsprechend VI. Ziffer 2. Satz 1 unentgeltlich zu verwahren. Bei einem Zugriff Dritter auf die Vorbehaltsware, insbesondere bei Pfändungen, ist der Kunde verpflichtet, auf das Eigentum der Brauerei hinzuweisen und diese unverzüglich zu benachrichtigen, damit die Brauerei ihre Eigentumsrechte durchsetzen kann. Soweit der Dritte nicht in der Lage ist, der Brauerei die in diesem Zusammenhang entstehenden gerichtlichen oder außergerichtlichen Kosten zu erstatten, haftet hierfür der unternehmerische Kunde.

3. Der Unternehmer ist berechtigt, die Vorbehaltsware im ordnungsgemäßen Geschäftsverkehr zu veräußern, solange er nicht in Verzug ist. Verpfändungen oder Sicherungsübereignungen sind unzulässig. Im Falle der Weiterveräußerung der Vorbehaltsware tritt der Kunde bereits jetzt sicherungshalber die hieraus entstehende Forderung gegen den Erwerber an die Brauerei ab. Gleiches gilt für sonstige Forderungen, die an die Stelle der Vorbehaltsware treten oder sonst hinsichtlich der Vorbehaltsware entstehen wie z. B. Versicherungsansprüche oder Ansprüche aus unerlaubter Handlung bei Verlust oder Zerstörung. Die Brauerei ermächtigt den Kunden widerruflich, die an die Brauerei abgetretenen Forderungen in eigenem Namen einzuziehen. Die Brauerei darf diese Einzugsermächtigung nur im Verwertungsfall widerrufen.

4. Bei vertragswidrigem Verhalten des unternehmerischen Kunden – insbesondere Zahlungsverzug – (Verwertungsfall) ist die Brauerei berechtigt, von dem Vertrag zurückzutreten, die Vorbehaltsware zurückzunehmen oder gegebenenfalls Abtretung der Herausgabeansprüche des Unternehmers gegen Dritte zu verlangen.

5. Die Brauerei verpflichtet sich, die ihr nach den vorstehenden Bestimmungen zustehenden Sicherungen nach ihrer Wahl auf Verlangen des Kunden insoweit freizugeben, als der realisierbare Wert die zu sichernde Forderung um 120 % übersteigt.

X. Leergut

1. Das zur Wiederverwendung bestimmte mit oder ohne Marken- bzw. Firmenkennzeichnung, -beschriftung oder -etikettierung versehene Leergut (Kästen, Mehrwegflaschen, Fässer, Getränke-Container und Paletten) wird dem Kunden nur zur bestimmungsgemäßen Verwendung überlassen. Es bleibt unveräußerliches Eigentum der Brauerei.

2. Die Brauerei berechnet die jeweils gültigen Pfandbeträge für das Leergut. Diese sind zusammen mit dem Kaufpreis fällig, soweit nicht im Einzelfall etwas anderes vereinbart ist. Die Pfandbeträge dienen lediglich als Sicherheit. Sie gelten in keinem Falle als Bemessungsgrundlage für Schäden, Abzüge und Vergütungen irgendwelcher Art.

3. Der Kunde hat das Leergut zurückzugeben, bei Selbstabholung zurückzubringen. Die Brauerei ist nur verpflichtet, Kästen mit den jeweils hierfür vorgesehenen und von der Brauerei ausgelieferten Flaschenarten (sortiertes Mehrwegleergut) zurückzunehmen. Unangemessen hohe Mehrrückgaben kann die Brauerei zurückweisen. Für nicht zurückgegebenes Leergut ist Schadensersatz zu leisten, wobei das eingezahlte Pfand angerechnet wird. Die Brauerei erteilt für das zurückgegebene Leergut entweder Gutschriften oder es wird das Leergutpfand zurückgezahlt.

4. Die von der Brauerei dem Unternehmer zugestellten Leergutauszüge gelten als anerkannt, wenn der unternehmerische Kunde nicht innerhalb von vier Wochen schriftlich Einwendungen erhebt und die Brauerei den Kunden auf die Widerspruchsmöglichkeit und die Folge eines nicht rechtzeitigen Widerspruchs hingewiesen hat.

XI. Rechtswahl, Gerichtsstand

1. Für Verbraucher mit Wohnsitz in Deutschland und für Unternehmer gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Bestimmungen des UN-Kaufrechts finden keine Anwendung.

2. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag das für den Geschäftssitz der Brauerei zuständige Gericht. Dasselbe gilt, wenn der Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat oder Sitz, Wohnsitz bzw. gewöhnlicher Aufenthalt zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt sind. Jedoch ist die Brauerei berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

XII. Schlussbestimmungen

1. Sollten einzelne Bestimmungen des Vertrages mit dem Kunden oder einzelne Regelungen dieser allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die ganz oder teilweise unwirksame Regelung soll durch eine Regelung ersetzt werden, deren wirtschaftlicher Erfolg dem der unwirksamen Bestimmung möglichst nahekommt.

2. Wird dem Kunden eine Übersetzung der Allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingung ausgehändigt, ist in Zweifelsfällen bei streitiger Auslegung der deutsche Text maßgeblich.

3. Die Brauerei hält sich an die gängigen Datenschutzbestimmungen. Weitere Informationen zu der Datenschutzrichtlinie: Link

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